Info Seite :  Der Whippetcharakter: 


Wir als Züchter werden immer wieder gefragt...ist es schwierig mit einem Windhund??

Wir geben hier und auf der gesamten Webesite immer nur unsere eigenen Erfahrungen und Standpunkte weiter - es muß niemand immer die gleichen Erfahrungen mit den Whippets gemacht haben wie wir - es sind somit Empfehlungen für die Rasse. Jeder hat und wird sicher auch seine eigene Geschichte zu erzählen haben - aber hier kommen eben unsere Erlebnisse mit der Rasse und der Zucht zum tragen

Aber jetzt zur Frage : Ist es schwierig mit einem Windhund??

ich sage da immer ...eigentlich nicht wirklich- man sollte nur ein paar Dinge beachten, damit die Bedürfnisse in Puncto Gassigehen und Freilauf auch für beide Seiten entspannt erfüllt werden können. Windhundeanfänger müssen sich da eben erst mal etwas " reinfummeln" in die Windhundehaltung und man sollte ein paar Verhaltensweisen einfach wissen um es richtig einzuschätzen und man muß sich evtl. etwas mehr engagieren, um so einen Hund auszulasten - Auslastung beim Whippet findet jedoch nicht unbedingt im stundenlangen Spaziergang oder Fahrradfahren statt - der Whippet möchte mit Renn - und Jagdspielchen seinen Trieb ausleben - Treffen mit anderen Hunde- oder besser Windhundhalter, Ballspiele, Frisbeetraining, Such- und Schnüffelspielchen im Gras - da kann man sicher sich sicher einiges einfallen lassen und auch kombinieren.

und auch wenn der Whippet seinen Menschen über alles liebt und sicher auch ein sensibler Hund ist, was die Führung betrifft...ich finde immer...sie sind sehr unabhängige, intelligente Freigeister -, die aber auch trotzdem gern einfach richtige, kernige Hunde sein wollen: wir können unsere langjährige Whippet Erfahrung als Grundlage nehmen, ebenso auch die Resonanz von  befreundeten Whippethaltern die wir kennen - sowie unseren Welpenbesitzern - 

Ein Whippet hat nun mal 2 Gesichter....einmal die Schönheit , die Entspannung,  das Anmutige, die Eleganz....das so verschmuste, weiche, lustige und auch so brave Wesen, welcher unsere Seele berührt und natürlich liegt der Whippet gern gemütlich in der Sonne und genießt sämtl. Luxus den man zu bieten hat..

Im Haus sind sie in der Regel sanfte, freundliche, sehr verschmuste und anhängliche Familienhunde - die wirklich sehr sehr ungern allein bleiben wollen - bei uns als Züchter ist dies mit der häufigste Grund ,warum sich die neuen Whippeteltern mit uns telefonisch immer wieder beraten - da braucht man diesmal als Besitzer echte Ausdauer und viel Durchhaltevermögen. Das bekommt man nicht in einer Woche mal kurz hin..da kann der Whippet schon recht eigensinnig und lautstark sein -  oder auch mal den einen oder anderen Unfug machen.

Draußen zeigen sie sich als eigenständige, kompromisslose und hochspezialisierte Jagdhunde die ausgelastet sein möchten...und eben nicht  nur hübsches Accessoire,. Für diese Eigenschaften wurden Windhunde/ Whippets in ihren Ursprungsländern seit Generationen gezüchtet und werden dort teilweise auch heute noch nach wie vor zur Jagd eingesetzt...deswegen braucht man sich nicht zu wundern, wenn der Whippet eben nicht nur dauerhaft entspannt auf dem Sofa liegen wird.

 Er ist ein kerniger Sprinter und Rabauke...der im Freilauf! ausgelassen toben und spielen möchte...der keine Hemmungen hat von null auf 60 km/h zu beschleunigen um etwas zu jagen....dabei ist ihm vollkommen egal, was um ihn herum gerade noch geschieht!...wie habe ich kürzlich gehört---- """er explodiert gerade zu, wenn er etwas jagdliches in die Nase und vor die Augen bekommt"""""!!!!!!!!!!!!!!!!!! das passt genau - der Whippet ist körperlich perfekt gebaut, um genau diese Tätigkeit der Jagd auszuführen...er ist schnell, sehr wendig, und auch sehr zäh...auch wenn der Whippet immer so fein, edel und zierlich daher kommt.... in der Jagd zeigt er ein anderes Gesicht...

Grundsätzlich sollte sich jeder, der sich für diese Hunderasse interessiert, darüber im Klaren sein, daß man die meisten Whippets im Erwachsenen Alter nicht einfach mal so ableinen und hoffen kann, sie bleiben im eingreifbaren Radius- während man selbst unaufmerksam den Weg lang läuft, ist der Whippet stellenweise schon mit allen Sinnen dabei ;) ..

klar sind nicht alle Whippets gleich...der eine hat mehr - der andere weniger jagdliche Ambitionen..und klar hofft jeder auf weniger...allerdings...darauf gibt es eben keine Garantie, wenn man den Welpen kauft...somit ist davon auszugehen...er hat viel jagdliche Ambitionen...wenn es anders kommt ..umso besser.

Und bitte -  seien Sie kritisch mit den FB oder Youtube Videos  ...klar sieht man da öfters freie Whippets….und ja sicher kann man den Whippet in in geeigneten Situationen ableinen...aber ein Whippet ist kein Golden Retriever oder Schäferhund .... Freilauf kann auch ganz blöd ausgehen)

...auch bei den so beliebten : ""ich hab mal ne Frage"" im FB - wo dann abgefragt wird, wer den Whippet frei laufen lassen kann..oft die Antwort :  ja geht super;  ausser er /sie sieht eine Reh -Fuchs -Hase ;)).. - ja ...aber das ist nicht super im Freilauf!!!!! und auch nicht abrufbar.....evtl. dann Schleppleine + Geschirr an den Whippet..und dann eben auch schnell sein wenn etwas jagdliches vor die Augen / Nase kommt. Im Wald allerdings gehört der Whippet an die Leine...man sollte nicht vergessen - wir sind mit dem Hund die Gäste im Wald und haben da auch die Verantwortung, dass hier möglichst nichts passiert

Sollte unerwartet Wild hoch gehen - ein Hase oder eine Katze gesichtet werden....geht es meist in sekundenschnelle richtig zur Sache - Diese Hunde können einen Turbolader einschalten, wenn es ums jagen und rennen geht und werden auch jede Gelegenheit der Unaufmerksamkeit ihres Besitzers dafür nutzen! Meist sind die Hunde nicht lang weg...aber sie rennen auch in kurzer Zeit eine große Distanz - und da kann halt einiges auch passieren..ich kenne einige Beispiele, wo der Whippet es nicht überlebt hat...eben weil er jagend unterwegs war.

Ein konsequentes  Erziehungstraining - Impulskontrolle schon im Welpenalter und fortgeführt im Junghundealter, ein gut konditionierter Rückruf - evtl. Pfiff ist die Voraussetzung für einen möglichen Freilauf überhaupt....bei Wildsichtung jedoch, muß man schon enormes Glück haben, wenn der Whippet tatsächlich umdreht.

Nicht zu unterschätzen ist wie oben erwähnt, die Laufgeschwindigkeit - Whippets können bis zu 60 km/h laufen.... Sie sind also sehr schnell – und somit auch sehr, sehr schnell weg. Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, den Hund nur in weitläufigen Gebieten frei laufen zu lassen, wo möglichst wenig Wild, keine größere Straße, Stacheldraht u.ä. vorhanden ist. Auch empfiehlt es sich, nicht gerade in der Morgen - Abenddämmerung zu laufen...zumindest nicht im Freilauf

Der Jagdtrieb ist beim Welpen und Junghund noch nicht so ausgeprägt..im Laufe der Pupertät merkt man aber immer mehr, wie der JungWhippet deutl. Interesse an schnelleren, bewegten Dingen und Tieren  findet..(Blätter im Wind, Bälle, Vögel, schnelle Radfahrer etc....) . Auch in der Einzelhaltung ist es ein Unterschied....sobald es 2 oder mehr Whippets sind...spielt Gruppendynamik definitiv eine Rolle

ich persönlich bin nicht der Meinung, das der Jagdtrieb etwas mit der Bindung bzw der fehlenden Bindung zum Besitzer zu tun hat...viele Whippets folgen super, machen Agility oder anderen Hundesport....auch unsere Whippets folgen in den normalen Situationen wirklich gut...nur bei Wildsichtung..da würde ich meine Whippets nicht ohne Leine haben wollen - bzw. nicht mehr..wir haben dafür denke ich schon zuviel erlebt oder mitbekommen.


Karla Schwede :Doctor Spped - die jodelnde Allzweckwaffe
und hier...fand ich auch super passend : 9 Gründe gegen einen Whippet
 Whippet der Null - Begleithund